Österreichs Versorgung mit Erdgas war selbst während des russisch-ukrainischen Gastransitstreits durchgehend gewährleistet. Professionelle Lagerhaltung und vorausschauende Investitionen sichern die zuverlässige Lieferung: 24 Stunden täglich und das jeden Tag, seit mehr als vier Jahrzehnten.
Mit dem Gastransitstreit zwischen Russland und der Ukraine ist Anfang diesen Jahres das Stichwort "Versorgungssicherheit" in die Schlagzeilen geraten. Viele Konsumenten reagierten verunsichert auf die in den Medien sogenannte "Gaskrise".
Sichere Verträge, professionelle Planung
Eine Sorge, der die Fakten jedoch ganz deutlich widersprechen: Denn Österreichs Erdgasversorgung war zu keinem Zeitpunkt ernsthaft
durch den russisch-ukrainischen Gastransitstreit gefährdet. Zum einen unterhalten die heimischen Energieversorger im Verhältnis zum Verbrauch die größten Erdgasspeicher Europas. Zum anderen verfügt Österreich im Gegensatz zu anderen Ländern seit 1968 über einen langfristigen und
zuverlässigen Gasbezugsvertrag mit Gazprom, aber auch über Bezugsverträge mit anderen europäischen Ländern wie Norwegen. Für die heimischen Ener-
gieversorger ist es seit Jahrzehnten Tagesgeschäft, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Sie liefern Erdgas absolut zuverlässig - sauber und sicher durch unterirdische Leitungen - immer genau dann in die österreichischen Haushalte und Betriebe, wenn es gebraucht wird. In den exakt benötigen Mengen. Und diese schwanken im Jahresverlauf.
So wird im Winter bis zu sieben Mal mehr Erdgas verbraucht als im Sommer, und auch im Tagesverlauf ist der Erdgasverbrauch nicht gleichbleibend. Durch die Pipelines liefern die Erdgasproduzenten jedoch stets weitgehend die gleichen Erdgasmengen. Mittels professioneller Speichertechnik wird Erdgas eingelagert, wenn mehr geliefert als verbraucht
wird. Wenn der Verbrauch steigt, wird das benötigte Erdgas aus den Speichern genommen.

Große Speicher, zuverlässige Versorgung
Österreichs Energieversorger betreiben die größten Erdgasspeicher Europas und haben darin auch jahrzehntelange Erfahrung. Laufend wird in den weiteren Ausbau der österreichischen Erdgasspeicher investiert, um die extrem hohe Ausfallsicherheit noch weiter zu erhöhen. So wird beispielsweise die Kapazität des Erdgasspeichers im oberösterreichischen Haidach bis 2011 verdoppelt, der damit zum größten Erdgasspeicher Europas wird.
Die Energieversorger und auch die Politik nehmen die Sorgen der Energiekonsumenten ernst und investieren weiterhin stark in die Infrastruktur. So soll in den nächsten Jahren die neue Erdgas-Pipeline Nabucco gebaut werden, die die riesigen Erdgas-Vorkommen des Kaspischen Raumes und des Mittleren Ostens direkt mit Österreich verbindet; Pipelines zur noch besseren innereuropäischen Erdgas-Vernetzung sind ebenso in Planung.
Mit verstärktem Einsatz von LNG (Liquefed Natural Gas) können außerdem neue Transportwege für Erdgas genutzt werden: LNG ist verflüssigtes Erdgas und kann auf Schiffen unabhängig von Pipelines transportiert werden. All diese Investitionen sichern die Versorgung mit Erdgas nicht nur kurz-, sondern auch langfristig. Denn eine zuverlässige europäische Energieversorgung ist ohne Erdgas, dem umweltfreundlichen, besonders effizienten Energieträger, nicht denkbar.

- Die Infrastruktur wird laufend ausgebaut, um die Versorgungssicheruheut mit Erdgas weiter zu steigern.


